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Wie lange darf man mit einem Welpen spazieren gehen?

| Ein Welpe kommt ins Haus | 24. August 2015

Hunde brauchen Auslauf und viel Bewegung – das liegt ihnen im Blut, sind ihre wilden Ahnen doch echte Hetzjäger und legen jeden Tag weite Strecken zurück.

Ein erwachsener Hund muss deshalb jeden Tag mindestens dreimal ausgeführt werden, bei Wind und Wetter, mindestens zwei Stunden lang. Was aber ist mit Welpen? Wie viel müssen sie sich bewegen und ab wann wird es schädlich?

Die kritische Wachstumsphase

Wer sich einen Welpen anschafft, möchte nur das Beste für ihn. Viele frisch gebackene Hundehalter nehmen ihren Welpen also an die Leine und unternehmen stundenlange Ausflüge – schließlich ist der oder die Kleine so begeistert davon. Außerdem hört man oft, dass gerade junge Hunde beson-ders ausgelastet werden müssen. Ganz so einfach ist es allerdings nicht. Das Problem liegt in der Anatomie des Welpen: Dessen Bewegungsapparat ist nämlich noch gar nicht für längere Strecken ausgelegt, in seine Rolle als Dauerläufer muss er erst noch hinein wachsen. Das kann je nach Rasse ganz verschieden lange dauern: Der Wechsel vom Welpen zum Junghund vollzieht sich zwischen dem 4. und 8. Lebensmonat, und erwachsen ist der Hund erst mit etwa 1,5 Jahren – bei großen Ras-sen teilweise auch deutlich später. Bis dahin sind seine Knochen noch viel weicher als beim erwach-senen Hund, und auch die Bänder und Gelenke sind noch lange nicht so robust. Wird der Bewe-gungsapparat in dieser sensiblen Lebensphase zu stark beansprucht, kann das lebenslange Folgen haben! Insbesondere Treppen und stundenlange Spaziergänge sind Gift für die empfindlichen Ge-lenke und können im schlimmsten Fall sogar eine Dysplasie begünstigen.

Wie lang darf der Spaziergang sein?

Der Halter muss also die Balance halten: Genug Bewegung, damit die Gelenke stark heranwachsen können, aber nicht zu viel, um Verschleiß zu verhindern. Um das zu erreichen, hat sich mit den Jah-ren eine Faustregel durchgesetzt: Pro Lebensmonat darf der Welpe 5 Minuten laufen. Bei einem zwölf Wochen alten Welpen bedeutet das zum Beispiel, dass er 3 mal 5, also insgesamt 15 Minuten laufen darf. Je nach Temperament des Hundes können es auch ein paar Minuten mehr oder weniger sein. Das klingt zunächst nach wenig – und tatsächlich kommt man auf einem Spaziergang von 15 Minuten nicht besonders weit. Das ist aber auch gar nicht nötig, denn das stumpfe Geradeauslaufen ist ohnehin nicht das, was ein Welpe für ein artgerechtes Aufwachsen braucht. Es kommt weniger auf die Länge des Spazierganges an als darauf, wie er durchgeführt wird!

Richtig mit Welpen spazieren gehen

Für den Welpen ist ein Spaziergang viel mehr als nur die Möglichkeit, herumzulaufen und sich zu lösen. Vor allem ist es für ihn eine Gelegenheit, seinem natürlichen Entdeckertrieb nachzugehen, zu schnüffeln und seine Umwelt zu untersuchen. Denn der Großteil der Auslastung eines Welpen ge-schieht in seinem Kopf, indem er neue Eindrücke aufnimmt und verarbeitet. Ein Übermaß an Action führt vor allem zu einem aufgedrehten Welpen, der auch nach dem Spaziergang kaum zur Ruhe kommt. Das wiederum erweckt bei nichts ahnenden Haltern den Eindruck, dass der Welpe nicht ausgelastet sei – ein fataler Trugschluss. Besser ist es, die kurzen Spaziergänge für den Welpen zu einem Abenteuer zu machen: So sollte der oder die Kleine in eingezäuntem Gebiet auch einmal ab-geleint werden, damit er spielen und rennen kann. Diese Bewegung ist für den Welpenkörper viel gesünder als das eintönige Laufen! Außerdem sollte der Besitzer mit dem Welpen die Umwelt ent-decken: Ein umgestürzter Baumstamm, ein Mäuseloch oder auch der lokale kleine Marktplatz kön-nen eine spannende Erfahrung für den Hund sein und machen ihn ganz nebenher mit der großen, weiten Welt vertraut. Generell der Halter immer mal wieder neue Routen mit seinem Welpen laufen, damit der möglichst viele Reize und Geräusche kennen lernt. Das Ergebnis ist ein Hund, der durch nichts aus der Ruhe zu bringen ist!

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