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Bellen an der Tür – was tun?

| Rund um den Hund | 12. Juni 2015

Für manche Hundehalter bedeutet jeder Besuch eine Belastung für das Nervenkostüm: Sobald es an der Tür klingelt, springt der Hund auf, sprintet zur Tür und beginnt, nach Leibeskräften zu bellen. Während ein einmaliges Anschlagen durchaus nützlich sein kann, ist solch ein exzessives Bellen alles andere als wünschenswert und kann sogar zu Problemen mit den Nachbarn führen. Wie aber lässt sich das unerwünschte Verhalten unterbinden?

Die Gründe erkennen

Zuallererst gilt es herauszufinden, warum der Hund so reagiert, wie er es tut. Denn grundsätzlich ist das Bellen eine ganz natürliche Verhaltensweise, mit der der Hund lediglich meldet, dass jemand da ist. Wenn das Bellen aus dem Ruder läuft, kann dies verschiedene Gründe haben, die mehr oder minder tief in der Psyche des Hundes liegen. So kann es sein, dass der Vierbeiner sich schlicht über menschlichen Besuch freut und seiner Aufregung durch lautes Bellen Ausdruck verleiht – genauso kann es sich aber auch um territoriales Verhalten handeln, bei dem der Hund seine Familie beschüt-zen und jeden Gast als potenzielle Bedrohung fernhalten will. Letzteres kann durchaus in gefährli-chere Aktionen wie das Schnappen übergehen und muss deshalb schnellstens korrigiert werden. Manche Hunde bellen auch aus purer Langeweile, wenn sie nicht körperlich und geistig ausgelastet sind. Erste Rückschlüsse ermöglicht schon ein Blick auf die Körpersprache. Trotzdem ist es ratsam, bei der Suche nach dem Grund des Bellens einen Hundetrainer zu Rate zu ziehen – nur er kann si-cher beurteilen, warum der Hund sich so verhält. Irrtümer können sich an dieser Stelle fatal auswir-ken!

Die richtige Reaktion im richtigen Moment

Es gibt verschiedene Methoden, den Hund von seinem Fehlverhalten abzubringen. In jedem Fall gilt: Sie müssen sofort reagieren! Viele Hunde sind nur schwer aus ihrer Aufregung herauszuholen, wenn sie sich erst hineingesteigert haben. Setzen Sie also schnell Gegensignale. Eine Möglichkeit besteht darin, den Hund beim Klingeln sofort mit etwas positivem abzulenken. Hat er etwa ein Lieblings-spielzeug oder -leckerchen? Versuchen Sie, die Aufmerksamkeit des Hundes beim Klingeln sofort darauf zu lenken. Lässt er das Bellen sein, loben Sie ihn überschwänglich. Wenn nicht, geben Sie auf keinen Fall Leckerchen – ansonsten belohnen Sie ihn für sein Fehlverhalten! Methoden wie das Werfen eines Schlüsselbundes sollten Sie unterlassen; bei sensiblen Hunden oder schlechtem Timing könnte das Schreckerlebnis mit dem Türklingeln selbst verknüpft werden, was zu noch mehr und heftigerem Bellen führt. Viel besser ist es, den Hund ausreichend auszulasten und dann das Übel an der Wurzel zu packen.

Aufregung vermeiden

Oft hilft es auch, nicht bei jedem Klingeln sofort selbst aufzuspringen. Denn viele Hunde bellen nur, weil der Mensch beim Klingeln alles stehen und liegen lässt und so Aufregung vermittelt. Zeigen Sie dem Vierbeiner also, dass die Türklingel etwas unspektakuläres ist, und er wird gelassener bleiben! Da dies bei tatsächlichen Gästen natürlich kaum umsetzbar ist, können nette Nachbarn oder auch ein Diktiergerät sehr hilfreich sein. Territoriales Verhalten zu unterbinden, kann allerdings auch bei den gelassensten Menschen sehr schwierig sein – vor allem im Fall von Hunden, die rassebedingt einen ausgeprägten Schutztrieb haben (etwa bei Schäferhunden). Solche Hunde brauchen einen absolut souveränen Führer, der ihnen das Gefühl vermittelt, die Kontrolle abgeben zu können. Hier sollte unbedingt ein Hundetrainer einbezogen werden, um ein Kippen in gefährliche Verhaltensweisen zu verhindern und dem Halter die entsprechenden Fähigkeiten zu vermitteln!

Bildquelle:© Depositphotos.com/digifun

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